Laut einer aktuellen Studie profitiert die australische Wirtschaft jährlich in Milliardenhöhe vom Surfen.

Forscher der Australian National University (ANU) befragten 569 Surfer nach ihren Ausgaben für das Surfen im vergangenen Jahr, darunter Reisen im Inland, neue Bretter, Neoprenanzüge und anderes Zubehör. Die Ergebnisse der Umfrage wurden am Mittwoch veröffentlicht.

Sie fanden heraus, dass erwachsene Surfer im Durchschnitt 3.700 australische Dollar oder 2.469,4 US-Dollar pro Jahr für den Sport ausgeben.

Außerdem stellt die Australian Sports Commission (ASC), eine Regierungsbehörde, Daten über die Anzahl der aktiven erwachsenen Surfer in Australien zur Verfügung. Auf der Grundlage dieser Daten kamen die Forscher zu dem Schluss, dass das Surfen jährlich mindestens 2,71 Milliarden AUD (1,8 Milliarden USD) zur Wirtschaft des Landes beiträgt.

Schutz der Surfspots

Die Leiterin der ANU-Studie, Ana Manero, erklärte in einer Pressemitteilung, dass es sich hierbei bestenfalls um eine konservative Schätzung handelt, da ausländische Touristen, die speziell zum Surfen nach Australien kommen, oder die von professionellen Surfern erzielten Einnahmen nicht berücksichtigt werden.

Diese Zahl ist bestenfalls konservativ, denn sie berücksichtigt weder ausländische Besucher, die nach Australien reisen, um zu surfen, noch die Einnahmen, die durch professionelles Surfen generiert werden.

Ana Manero

Dennoch gaben vierundneunzig Prozent der Befragten an, dass das Surfen ihre körperliche und geistige Gesundheit sowie ihre Fähigkeit, mit Stress umzugehen, verbessert hat, und achtzig Prozent sagten, es fördere das Gefühl der Gemeinschaft.

Der Bericht gibt eine Warnung aus und nennt schlechte Wasserqualität, Überbevölkerungsdruck, Küstenerosion und den Klimawandel als Bedrohungen für Australiens Surfspots.

Manero erklärte, dass die Surfspots ein wertvolles Naturgut sind, aber die Entstehung von Wellen hängt von empfindlichen Bedingungen ab, die durch Veränderungen an der Küste leicht gestört werden können. Mareno nannte auch das Beispiel von drei Wellenbrechern, die im Jahr 2022 aufgrund der Erweiterung eines Jachthafens in Westaustralien (WA) verschwinden werden.

Sie forderte Australien auf, formale gesetzliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um die Surfgebiete zu schützen, so wie es Neuseeland und Peru getan haben, die beide einen gesetzlichen Rahmen zum Schutz ihrer Surfspots geschaffen haben.